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Geschichte

Die CSU in Neunburg

1945 bis heute

Der Neuanfang

Unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg begann auch in Neunburg die Neugestaltung des politischen Lebens. Im Januar 1946 war die erste Stadtratswahl.

In der konstituierenden Sitzung am 31. Januar 1946 wurden bereits CSU-Stadträte vereidigt; unter ihnen auch der erste CSU-Kreisvorsitzende Andreas Meiler, Beamter am Finanzamt.

Der neue Stadtrat musste am 04. Februar 1946 einen Eid vor der amerikanischen Militärregierung leisten.

Das erste vorhandene Protokoll einer CSU-Vorstandschaft im Landkreis Neunburg v.W. ist datiert vom 17.10.1946. Jedoch lassen Kommunalwahlen und Wahlergebnisse den Rückschluss zu, dass es bereits Ende 1945 Anfänge einer Organisationsstruktur der CSU im Raum Neunburg gegeben hat. Dokumente dazu gibt es leider nicht mehr.

Einzelne Bürger aus dem Gebiet des ehemaligen Landkreises Neunburg vorm Wald betrieben die Gründung eines CSU-Kreisverbandes, in dem später selbstständige Ortsverbände entstanden.

Treibende Kräfte dabei waren die Pfarrer ehemaliger Dorfgemeinden. Noch vor der Gründung des Neunburger Ortsverbandes dürfte daher eine Art Ortsgruppe in Kemnath bei Fuhrn bestanden haben. In Neunburg gehörten damals auch führende Köpfe der Kolpingsfamilie zu den Betreibern einer CSU-Gründung. Das unterstreicht die Absicht vieler Bürger in Bayern, mit einer christlich orientierten Partei die völlige Abkehr vom Nationalsozialismus und die Hinwendung zu einer von christlichen Werten orientierten Staats- und Gesellschaftsordnung zu erreichen.

Die Demokratie fasst Tritt

Das früheste Dokument mit dem Stempel des CSU-Ortsverbandes Neunburg trägt das Datum des 28.08.1947. CSU-Kandidaten traten auch bei der nächsten Kommunalwahl an, die bereits 1948 stattfand. Von da an wurde alle vier Jahre 1952, 1956 und 1960 gewählt. Ab dieser Zeit wurde die Amtsperiode verlängert auf 6 Jahre. Die nächste Kommunalwahl fand 1966 statt. 

Die ersten Jahre nach 1945 waren davon geprägt, die Folgen des Krieges und der Nazidiktatur zu überwinden und Staat, Wirtschaft und Gesellschaft neu zu gestalten, wobei die amerikanische Militärverwaltung eine entscheidende Rolle spielte. 

Die CSU gehörte zu den von ihr zugelassenen Parteien und hatte zusammen mit Vertretern von SPD und KPD Sitz und Stimme in wichtigen Gremien: z.B.

Spruchkammer, deren Aufgabe die Entnazifizierung war,

Verbraucherbeirat zur Organisation der Versorgung,

Flüchtlingsausschuss zur Bewältigung der Probleme der durch Flucht und Vertreibung in Neunburg angekommen neuen Bewohner,

Kreiswohnungsausschusses zur Lösung der damit verbundenen Unterbringungsprobleme.

Anfänge der Parteiarbeit

Die ersten Jahre der Parteiarbeit geschahen unter heute kaum mehr vorstellbaren Bedingungen. Dokumentiert wird das durch den Antrag auf Zuteilung einer Schreibmaschine.

Brauchbares Papier war Mangelware. Technisch unzulänglich die Art der Vervielfältigung von Schriftsätzen. Es gab kaum Telefone.

Gleich zu Beginn mussten auch alle Parteiaktivitäten der amerikanischen Militärregierung gemeldet werden. Die Protokolle waren in englischer Sprache vorzulegen. Hierbei kam es zu einer kuriosen Form der überparteilichen Zusammenarbeit. Da bei der KPD niemand des Englischen mächtig war, übersetzte deren Dokumente der damalige CSU-Schriftführer Hans Ammer ebenfalls für die Amerikaner.

Neben den Schwierigkeiten des Alltagslebens mussten die Mitglieder jeglicher Partei auch noch mit den Vorbehalten im Bewusstsein der Bürger kämpfen.

Nach NSDAP und Entnazifizierung galt Parteizugehörigkeit als wenig schicklich.

Trotzdem bezeugen die wenigen aus dieser Zeit erhaltenen Dokumente, dass die damaligen Mandatsträger und Parteifunktionäre sehr häufig Ansprechpartner für die vielfältigsten Probleme der Mitbürger waren.

In den Leitlinien, die durch den Landesverband der CSU propagiert wurden, spielten in erster Linie die völlige demokratische Neugestaltung Deutschlands und dabei besonders Arbeitnehmerfragen, Wirtschafts- und Sozialprogramme eine Rolle.

Von einer kommunalen Parteiarbeit im heutigen Sinne kann in den Anfangsjahren nicht gesprochen werden. Zu sehr waren die Parteien damit beschäftigt, sich für die jeweiligen Kommunalwahlen zu positionieren und sachpolitisch die notwendigsten Dinge des Alltags zu gestalten. Dabei wurden schon teilweise hart gefochten mit dem ideologisch konträren politischen Hauptgegner, der SPD. Die KPD spielte in der Auseinandersetzung eigentlich keine Rolle. Daneben gab es wechselnde Wählergruppen, die sich zu Wahlzeiten um entsprechende Lokalmatadoren scharten.

Entwicklung in den 60er Jahren

Der erste Neunburger Nachkriegsbürgermeister, der Kaufmann Hans Ettl, gehörte der CSU an. Ihm folgte Dr. Hans Altmann. Nach ihm stellte die CSU erst wieder von 1972 bis 1993 mit Josef Manlik das Stadtoberhaupt.

In die Anfänge seiner Amtszeit fiel auch der Anfang einer Umstrukturierungsphase in der Neunburger CSU. Bis Mitte der 60er Jahre hatten sich die Chefs führender Unternehmen auch als die dominierenden Persönlichkeiten in der Kommunalpolitik positioniert, z.B. der Großkaufmann Franz Mayer. 1966 waren jedoch auch aus unterschiedlichen politischen Lagern Arbeitnehmervertreter in den Stadtrat gewählt worden, in der CSU mehrere Mitglieder des damaligen katholischen Werkvolks, später KAB. 

1972 -1980

1972 – ein wichtiger Wendepunkt

Als 1972 auch noch junge Kräfte dazu gewählt wurden, wehte plötzlich ein ganz anderer Wind im Neunburger Stadtrat und auch im Ortsverband.

1971 hatte Theo Männer den Ortsverband der Jungen Union gegründet, der 1972 insgesamt vier Mitglieder in den Stadtrat entsenden konnte. Damit begann eine bis dahin völlig neue Arbeitsweise in der CSU. Theo Männer führte als gewählter Fraktionsvorsitzender regelmäßige Fraktionssitzungen ein, an deren demokratischen Beschlüssen sich die Fraktionsarbeit ausrichtete. Immer häufiger wurden auch öffentliche Versammlungen mit einheimischen und auswärtigen Referenten abgehalten. Der Zuwachs auf rund 200 Mitglieder zeigte, dass sich die CSU in Neunburg zu einer echten Volkspartei wandelte.

Überhaupt stellte das Jahr 1972 einen einschneidenden Wendepunkt der gesamten Kommunalpolitik dar.

1972 war das Jahr der Landkreisgebietsreform. Mit anderen Nachbarlandkreisen verschwand der Landkreis Neunburg als Gebietskörperschaft und wurde in den Großlandkreis Schwandorf eingegliedert. Damit endete auch die 20-jährige Amtszeit des Neunburger CSU-Landrats Max Stadlbauer. Als Vorsitzender der CSU-Fraktion im neuen Kreistag in Schwandorf und als stellv. Präsident des Oberpfälzer Bezirkstages prägte er noch weitere 12 Jahre die kommunalen Geschicke unserer Region.

Der CSU-Kreisverband Neunburg ging im CSU-Kreisverband Schwandorf auf.

Gebietsreform als politische Triebfeder

Die sechs Jahre von 1972 bis 1978 waren gekennzeichnet von der Gemeindegebietsreform. Diese löste einen enormen sachpolitischen Druck aus. Nicht allen kleinen Gemeinden fiel es leicht, ihre Selbstständigkeit aufzugeben. Hart wurde um die Bedingungen in den Eingemeindungsverträgen verhandelt. Als sich dann 1978 insgesamt acht ehemals eigenständige Gemeinden an die Stadt Neunburg angeschlossen hatten, begann ein oft nicht ganz einfacher Prozess des Zusammenwachsens von Stadt und Land. Die Neunburger CSU begleitete diesen Prozess mit konsequenter sachpolitischer Arbeit.

Die sachpolitische und personelle Umstrukturierung der CSU Neunburg zeigte in den Jahren ab 1972 im Bewusstsein der Bürger deutlich Wirkung. Bei den Kommunalwahlen 1978 statteten sie die CSU mit einer stattlichen Gestaltungsmehrheit aus: dem CSU-Bürgermeister und 16 CSU-Stadträten und standen vier Räte der SPD gegenüber. 

Programme und Konzepte

In der CSU Neunburg fanden sich vor allem unter der Leitung des Vorsitzenden der CSU-Stadtratsfraktion und 2. Bürgermeisters Theo Männer Kräfte, die eine umfangreiche programmatische und konzeptionelle Arbeit entwickelten. Durchdachte und realisierbare Wahlprogramme wurden aufgestellt. Beispielhaft genannt seien: Ausweisung von Industriegelände und Gewerbegebiet, Altstadtsanierungskonzept,  Dorferneuerungskonzept, Bauen auf dem Land, Baulandbevorratung in städtischer Hand zur Ermöglichung des Bauens zu günstigen Grundstückspreisen, Landkinder in den Kindergarten, Schulausstattung, Belebung des kulturellen Lebens, Fremdenverkehrskonzept, Jugendarbeit, Seniorenarbeit u.a.m.  Die in diesen Jahren eingeleiteten Vorgaben gelten teilweise heute noch bzw. wurden für die jeweils neuen Gegebenheiten weiterentwickelt.

Neue Wege in der Verbandsarbeit

Die Arbeitsgemeinschaften

Neben dem Hauptortsverband der CSU entstanden in den Siebzigerjahren eigenständige Arbeitsgemeinschaften.

Jugend in der Politik

In der Zeit nah 1968 war es in bei vielen jungen Leuten, sich politisch zu engagieren.

Am 24.10.1971 wurde daher in Neunburg die Junge Union unter der Leitung von Theo Männer gegründet. Weitere JU-Ortsverbände gab es in Penting, Schwarzhofen, Kulz, Thanstein und Dieterskirchen. 

In Neunburg entstanden zu dieser Zeit auch die Jungsozialisten, mit denen sich die jungen Schwarzen so manchen Schlagabtausch bei Veranstaltungen und in der Presse lieferten.

Die Jungen hielten sich jedoch nicht nur für die Plakatklebertruppe der CSU, sondern machten sich in unterschiedlicher Weise bemerkbar: Eroberung von Vorstandsposten im CSU-Ortsverband und somit verstärkte Mitsprache, Organisation einer Fülle von Versammlungen mit namhaften Referenten, von Fahrten und anderen gesellschaftlichen Veranstaltungen im vorpolitischen Raum. Dazu kamen Kontakte mit anderen Ortsverbänden im Landkreis, vor allem in Schwandorf, Bodenwöhr und Bruck. Durch diese Allianzen erhielt der Landkreisosten auf Kreisebene ein erhebliches Gewicht. Viele positive Erinnerungen ergeben sich noch aus der langjährigen Partnerschaft mit der Jungen Generation in Sterzing/Südtirol.

Frauen in der Politik

Mit der Gründung eines Ortsverbandes der Frauen Union begann auch eine Zeit des verstärkten Engagements von Frauen in der Kommunalpolitik. Frauen wurden von der CSU bei Wahlen auch auf aussichtsreichen Plätzen aufgestellt und deshalb von den Bürgern in entsprechende Mandate gewählt. Zu ihnen gehörte als zweite CSU-Stadträtin Theresia Rampf, die besonders in der Seniorenarbeit Grundlegendes in die Wege leitete. Bei den Kommunalwahlen 1996, 2002 und 2008 hatte die CSU-Neunburg mit 5 bzw. 6 Kandidatinnen von allen CSU-Ortsverbänden im Kreisverband die meisten Frauen auf der Stadtratsliste, die beachtliche Stimmenanteile verbuchen konnten. Johanna Gückel war als Nachrückerin 1980 erste Frau im Neunburger Stadtrat, von 2000 - 2002 dritte und von 2002 - 2014 zweite Bürgermeisterin. Ab 2007 sie drei Jahre Ortsvorsitzende. 

Marianne Deml – Ortsvorsitzende, Kreisvorsitzende, Landtagsabgeordnete von 1990 bis 2008. Im Juni 1993 wurde sie in das Amt der Staatssekretärin im Bayerischen Landwirtschaftsministerium berufen, das sie bis Januar 2001 bekleidete. Seit 19999 gehörte Marianne Deml dem Parteivorstand der CSU an. Sie war mehr als zwei Jahrzehnte Gallionsfigur der Neunburger CSU. Für ihre Verdienste wurde sie 2006 mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet.

Soldaten in der Politik

Kurz darauf entstand auch der Wehrpolitische Arbeitskreis.

Am Kasernenstandort Neunburg vorm Wald lebten viele Soldaten, viele mit ihren Familien. Ihre speziellen Belange, aber auch die großpolitischen Probleme in der damaligen Zeit des Kalten Krieges erforderten eine politische Plattform.

Aktive CSU-Ortsverbandsarbeit

Motor dieser Neugestaltung der Verbandsarbeit war Peter Wilhelm, der zunächst 1972 Theo Männer als JU-Ortsvorsitzender ablöste und 1977 Vorsitzender des CSU-Ortsverbandes wurde. Regelmäßige Vorstandssitzungen, die Klausurtagung zu Dreikönig, Politische Früh- und Dämmerschoppen in allen Ortsteilen, Auftritte namhafter Referenten, darunter auch Helmut Kohl, damals als Bundesvorsitzender der CDU, des CSU-Landesvorsitzende Franz-Josef Strauß, zahlreicher Minister und Staatssekretäre sowie der zuständigen Bundes- und Landtagsabgeordneten und Bezirksräte gehörten zum politischen und verbandlichen Veranstaltungsprogramm. Der politische Frühschoppen zum Volksfest bot lange Zeit für sie eine Auftrittsplattform.

Daneben setzten CSU und Junge Unionauch Zeichen mit Aktionen im vorpolitischen Raum:

Es begann die Tradition des heute noch bestehende Preisschafkopfs im Advent, das politische Fischessen am Freitag nach Aschermittwoch ,  das Familienfest mit Spanferkel am Spieß, dazu immer wieder das Angebot interessanter Reisen und Tagesfahrten.

Das Leben in der CSU und ihren Arbeitsgemeinschaften Junge Union, Frauen Union und Wehrpolitischer Arbeitskreis war so umfangreich, dass mehrere Jahre zunächst im Anwesen Kiefmann im Berg, später in der Hauptstraße 14, Haus Dr. Braun, eine eigene Geschäftsstelle unterhalten werden konnte, in der auch wöchentliche Bürozeiten angeboten wurden und viele Sitzungen und Besprechungen abgehalten wurden.

1980 bis 2000

Höhen …

Der Mitgliederstand in der Jungen Union war Mitte der 70er auf ca. 150 angewachsen, daneben bestand noch zeitweilig ein eigenständiger JU-Ortsverband in Penting mit rund 30 Mitgliedern. Die Mitgliederzahl in der CSU-Neunburg stieg auf etwa 190. Daneben standen noch die Ortsverbände Seebarn und Penting, so dass zu den Stadtversammlungen anlässlich der Aufstellungsversammlungen für die Wahlen 1978, 1984 und 1990 insgesamt zwischen 210 und 250 Mitglieder eingeladen werden konnten.

Junge Union und CSU standen über Jahre hinweg im Kreisverband Schwandorf mit ihrer Mitgliederstärke an zweiter Stelle, waren stark in den Kreisvorständen präsent, was z.B. 1984 dazu führte, dass sechs CSU-Kreisräte und –rätinnen aus dem Bereich Neunburg kamen.

...und Tiefen

Die rasante Aufwärtsentwicklung wurde jedoch gebremst in der Zeit der Auseinandersetzung um die geplante Wiederaufarbeitungsanlage in Wackersdorf. Die Meinungsunterschiede hierzu waren heftig, führten zu Brüchen quer durch Ortsverbände, Familien, Stammtische, Freundschaften ..., Mitglieder verließen die CSU und auch die Wähler versagten bereits bei den Kommunalwahlen 1984 und auch 1990 noch oftmals ihre Stimmen der örtlichen CSU.

Als 1993 Josef Manlik als Bürgermeister mitten in der Wahlperiode zurücktrat und der CSU-Bürgermeisterkandidat Theo Männer in der Stichwahl denkbar knapp mit 44 Stimmen Unterschied verlor, hatte die CSU keine Mehrheit im Stadtrat mehr. Das galt für die Periode 1990-1996 auch, obwohl noch die Kandidaten der CWU zur gemeinsamen Fraktion gehörten.

Unter der Leitung der Fraktionsvorsitzenden Herbert Lober und Klaus Zeiser wurde eine konsequente bürgerorientierte Sachpolitik betrieben; leider kamen etliche Vorschläge wegen der fehlenden Mehrheit nicht zur Durchführung. Trotz anerkannt hervorragender Sachpolitik konnte sich bei der Bürgermeisterwahl 1999 der CSU-Kandidat Klaus Zeiser nicht durchsetzen.                      

Dank eines attraktiven Angebots von Kandidatinnen und Kandidaten erreichte die CSU erst wieder bei den Wahlen von 2008 mit 11 Mandaten die Mehrheit im Stadtrat. Nach dem Ausscheiden von Theo Männer aus dem Amt des 2. Bürgermeisters, das er über 25 Jahre innehatte, übernahm mit Johanna Gückel zum ersten Mal eine Frau diese Position.

Veränderung der Rahmenbedingungen ab 1990

Veränderung des politischen Bewusstseins

In den Jahren seit 1990 veränderte sich die politische Arbeit grundlegend wegen der veränderten Rahmenbedingungen. Nach der Abarbeitung der Eingemeindungsverträge ging das  Interesse der Bevölkerung an kommunalpolitischen Belangen deutlich zurück.

Besonders die Fernsehgewohnheiten und die um sich greifende Politikverdrossenheit ließen die Beteiligung an politischen Veranstaltungen drastisch sinken. Größere Aufmerksamkeit innerhalb der Bürgerschaft fanden ab dem Jahr 2000 nur noch wichtige Einzelprobleme.

Erwähnt seien die Protestaktionen gegen die bevorstehende Schließung des Neunburger Krankenhauses, die Bürgerentscheide wegen des Parks an der Bahnhofsstraße und wegen des Stadthallenareals.

Einen Schwerpunkt der politischen Arbeit ab 1980 bildete der Kampf um den Erhalt des Neunburger Krankenhauses. Küchenerneuerung und Sanierung waren wichtige Teilerfolge. Trotz der Entwicklung eines eigenen Krankenhauskonzepts und ständiger Vorstöße auf vielen Ebenen wurde per Beschluss des Kreistages Schwandorf das Krankenhaus Neunburg 2003 geschlossen.

Veränderung in der politischen Arbeit

Um im Kontakt mit den Bürgern zu bleiben reagierte die CSU-Neunburg in dieser Zeit auf die neuen Entwicklungen mit Zielgruppenveranstaltungen,  Unterschriftsaktionen, Begehungen, Besuchen  in Betrieben und Institutionen, Veranstaltungen im vorpolitischen Raum u.a.m.

Dazu besetzten und gestalteten vor allem die Mitglieder der Stadtratsfraktion wichtige politische Tätigkeitsfelder. Erwähnt seien z.B.

Theo Männer: Kreisheimatpfleger, Altstadt- und Dorfsanierung, Museum, Festspiel

Klaus Zeiser: Finanzen, Haushalt und Baurecht

Johanna Gückel: Seniorenarbeit, Marienheim, Altstadtbelebung

Herbert Lober und Adolf Greiner: Feuerwehren

Hans Fischer: je 12 Jahre Jugendbeauftragter und Vorsitzender der CSU-Kreistagsfraktion

Christine Steininger: Musikschule

Anton Scherr: Landwirtschaft und Dorfentwicklung

Martin Birner, Familien- und Jugendpolitik

...

CSU – tonangebende politische Kraft

Trotz einzelner Niederlagen bei Personalentscheidungen und zu Zeiten ohne Mehrheit im Stadtrat blieb die CSU im Bewusstsein der Bevölkerung die tonangebende politische Kraft in Neunburg. Mit ihrer Mehrheit im Stadtrat, anerkannten Persönlichkeiten in den Reihen von Fraktion und Ortsverband, den Arbeitsgemeinschaften wie Junge Union und Frauen Union stellt sich die CSU in Neunburg als ein funktionierender Verband politisch interessierter und wirksamer Bürger dar. Unter dem Fraktionsvorsitzenden Klaus Zeiser erwies sich die CSU-Stadtratsfraktion als berechenbares, uneigennütziges, sachorientiertes, aktives und kompetentes Team, von dem Meinungsführerschaft in vielen Belangen und wesentliche Initiativen und Sachentscheidungen ausgingen. Erwähnt seien als Beispiele die Bemühungen um die Neugestaltung des Stadthallenareals und die Aktion „Familienfreundliche Gemeinde“, bei der unter der Leitung des damaligen Stadtrats Martin Birner die Stadt Neunburg den ersten Platz im Landkreis Schwandorf erreichte.

Verjüngungsprozess führt zu Wahlerfolg 2011

Seit 2005 wurde in der CSU konsequent ein Verjüngungsprozess in Stadtratsfraktion und Vorstandschaft eingeleitet. Dieser Generationswechsel zeigte sichtbaren Erfolg. Seit 2008 konnten sich junge Kräfte im Stadtrat profilieren. Großen Anklang in der Öffentlichkeit fanden die Aktivitäten von Martin Birner besonders in den Bereichen der Jugendarbeit und Familienpolitik. Der CSU-Ortsverband nominierte ihn deshalb für die Bürgermeisterwahl 2011 als Kandidaten. Aus der Stichwahl ging Martin Birner mit zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen als deutlicher Sieger hervor. Die positiven Reaktionen in der Bürgerschaft nach den ersten Monaten seiner Amtszeit beweisen, dass die CSU-Neunburg personell und sachpolitisch auf dem richtigen Weg ist.

Die CSU-Neunburg heute

Dank der Treue und Aktivität ihrer Mitglieder hat sich die CSU Neunburg trotz vieler Rückschläge gut in den über 60 Jahren ihres Bestehens behaupten können.

Vor allen die sachbezogene und konzeptionelle Arbeit in Stadtrat und Kreistag wurden von den Wählern immer wieder honoriert, auch bei Landtags-, Bundestags- und Europawahlen.

Bei den Kommunalwahlen konnte die CSU Neunburg auch immer überzeugende Personen aufbieten, die bei den Wählern ankamen.

Die CSU Neunburg ist wohl der einzige Ortsverband im Landkreis Schwandorf, der lange Zeit über alle Arbeitsgemeinschaften verfügte. Heute sind die Ortsverbänden der Jungen Union und Frauen Union aktiv. Bei der Arbeitsgemeinschaft für Außen- und Sicherheitspolitik – Nachfolgerin des Wehrpolitischen Arbeitskreises- und der Arbeitsgemeinschaft Landwirtschaft kommen die jeweiligen Kreisvorsitzenden – Peter Wunder und Peter Schießl – aus Neunburg.

Damit stellt sich die Christlich Soziale Union in Neunburg als maßgebliche politische Kraft dar, als Ansprechpartnerin für alle Gruppen der Gesellschaft im Sinne einer echten Volkspartei.

Nähe zu den Bürgern, ihnen Mitsprache- und Mitwirkungsmöglichkeiten zu geben sind dabei heute wichtige Aufgaben in der Kommunalpolitik, jedoch auch die Entwicklung von Visionen und Konzepten zur Bewältigung anstehender Zukunftsaufgaben.

Dem stellt sich die CSU heute und ist offen für alle, die dabei mitwirken wollen.

Hans Fischer

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