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Bericht zur ASP - Veranstaltung "AFGHANISTAN-eine Bilanz"

Botschaftsrat Abed Nadjib dankt Deutschland und der Bundeswehr

Der ASP Kreisverband Schwandorf hatten gemeinsam mit dem Bundestagsabgeordneten Karl Holmeier und dem Panzerbataillon 104 Pfreimd zu dem Thema "AFGHANISTAN-eine Bilanz"   eingeladen. Gastredner war diesmal der Gesandte Botschaftsrat Abed Nadjib, Geschäftsträger der Botschaft der islamischen Republik Afghanistan in Berlin.

Zunächst gab der Vorsitzenden des ASP Kreisverband Peter Wunder einen kurzen Überblick zur Geographie Afghanistans und zur Chronologie des ISAF - Einsatzes. Nach dem Anschlag in New York am 11. 09. 2001 folgte noch im Dezember der Beschluss des UNO-Sicherheitsrat zum ISAF (International Security Assistance Force)– Einsatz und der Beschluss des Bundestages zur Beteiligung an diesem Einsatz. Letzterem folgten seither 12 Folgebeschlüsse. Bereits im Januar 2002 waren deutsche Soldaten in Kabul im Einsatz - mit dem Auftrag Wiederaufbau zu betreiben und Sicherheit zu gewährleisten. In der Folge übernahm die Bundeswehr immer weiter Verantwortung sowohl in der Führung, als auch für das Regionalkommando Nord mit 9 Provinzen und 162.000 km²  (Bayern 70.551 km²) mit den Feldlagern Kunduz, Feyzabad und Mazar-e Sharif. Parallel wurde die Zahl der deutschen Soldaten letztlich auf 5.350 aufgestockt. Bereits 2003 wurde ein Bundeswehrbus in Kabul von einem Selbstmordkommando angegriffen -  vier Toten und 29 z. T. schwer Verletzte deutschen Soldaten waren betroffen. Bis heute sind 54 Bundeswehrsoldaten gefallen. Erst seit 2010 wurde nach einer Regierungserklärung von einem„..internationalen bewaffneter Konflikt..“, also Krieg und Gefallenen, gesprochen. 2011 kündigt Präsident Hamid Karzei an, sieben Regionen von ISAF übernehmen zu wollen, darunter Mazar-e Sharif. Die Übergabe der Feldlager Faisabad und Kunduz erfolgte. Das Bundestagsmandates wurde bis Ende 2014 mit einer personelle Obergrenze von 3.300 Soldatinnen und Soldaten verlängert und wird danach wohl mit Ausbildungsunterstützung weitergeführt.

Der Gesandte Botschaftsrat Abed Nadjib, Geschäftsträger der Botschaft der islamischen Republik Afghanistan in Berlin, dankte Deutschland und den Soldatinnen und Soldaten für ihren Einsatz: "Sie reisen 8000 km und setzen Ihr Leben ein für unser geschundenes Land - dafür kann man nicht genug danken." Mit Freude und auch ein wenig Stolz berichtete er von den Fortschritten insbesondere mit deutscher Hilfe: Dem zügigen Aufbau des Bildungswesens von Grundschulen bis zu Universitäten, der neu aufgebauten Strom- und Wasserversorgung, der Entwicklung des Computer- und Handynetzes und vor allem der umfangreichen Hilfe bei der Ausbildung und beim Aufbau der Sicherheitskräfte. "Alle diese Faktoren sind Voraussetzung für die Übernahme der öffentlichen Aufgaben durch uns und vor allem für den weiteren Aufbau unseres Landes. Ich bin fest davon überzeugt, dass nach der Übergabe der Verantwortung und mit weiterer tatkräftiger Unterstützung unserer Freunde wir unser Land vor weiteren Kriegen verschonen können. Natürlich wird es leider immer wieder Anschläge von internationalen Terroristen geben, aber vor allem unsere nun gut vernetzte Jugend setzt sich vehement für ein friedliches und entwickeltes Afghanistan ein." 

Major Ullrich Humpert, stellvertretender Kommandeur des Panzerbataillons 104, konnte diesen Worten aus seiner Sicht nur zustimmen. "Es hat sich wirklich etwas getan - auch wenn wir in Deutschland das nicht so zur Kenntnis nehmen oder wissen wollen. Gerade wir Soldaten spüren deutlich, dass unser Einsatz in Afghanistan in Deutschland auf kein großes Interesse mehr stößt.

Ich bin auch sicher, dass unsere Hilfe bei der Ausbildung und beim Aufbau der Sicherheitskräfte längere Zeit weitergeführt wird. Es lohnt sich und man hat auch persönlich das Gefühl zu helfen."

MdB Karl Holmeier dankte in seinem Schlusswort den beiden Referenten für ihre klaren Worte und ging besonders auf die aktuelle Wahl ein. "Es ist schon eine tolle Entwicklung, dass ca. 60 % der Afghanen sich geduldig zur Wahl anstellen und sich bewusst der Gefahr für Leib und Leben aussetzen, um ihr Land auf demokratischem Weg voranzubringen. Diese Einstellung zu einer Wahl sollte für uns Europäer - gerade im Hinblick auf die Europawahl - ein Vorbild sein."

Mit einem kleinen Abschiedsgeschenk dankten  MdB Karl Holmeier und Peter Wunder den Referenten Botschaftsrat Abed Nadjib und Major Ullrich Humpert.

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