Herzlichen Dank für Ihr Vertrauen

Neunburg hat Initiative ergriffen

 

Waldmünchen. (ben) Die Stadt Neunburg vorm Wald hat sich in den vergangenen Monaten einen Namen gemacht, wenn es um innovative Ideen zur Bekämpfung von Leerständen in der Innenstadt und um ein umfassendes Marketingkonzept geht. Die Vorstandschaft des CSU Ortsverbandes hat daher zusammen mit einigen Stadträten sowie Bürgermeister Markus Ackermann der Stadt im Landkreis Schwandorf einen Besuch abgestattet, um die dortigen Erfahrungswerte zu hören und zu sehen.

Der dortige Bürgermeister Martin Birner begrüßte die Interessierten im Sitzungssaal des Rathauses zusammen mit dem Projektleiter Stefan Schmid. Überdies hatten sich auch Vertreter des dortigen CSU Ortsverbandes eingefunden. Jürgen Lampatzer als stellvertretender Ortsvorsitzender dankte dem Stadtoberhaupt für die Möglichkeit, das Marketingkonzept näher kennenzulernen. Martin Birner wiederum ging sogleich auf die bisherigen Entwicklungen ein: „Wir hatten zunächst eine externe Firma, die sich vor allem mit der Leerstandproblematik befassen sollte“. Man habe aber schon bald erkennen müssen, dass in diesem Problemfeld keine richtige Bewegung zu verzeichnen war. Deshalb habe letztlich der Stadtrat die Schaffung einer neuen Stelle, die auf Stadtmarketing und die Leerstände ausgerichtet ist, in der Stadtverwaltung bewilligt. Im Rahmen einer internen Stellenausschreibung konnte mit Stefan Schmid ein engagierter und begeisterter Mitarbeiter gefunden werden. Birner dazu: „Es hat sich bislang gezeigt, dass eine externe Firma eben nicht über die Mentalität und das Stadtgeschehen informiert ist. Diese Faktoren sind aber wiederum wichtig für eine effektive Ausgestaltung dieses Themenfeldes. Wir brauchen jemand, der die Leute kennt“. Die neue geschaffene Stelle habe sich seiner Ansicht nach bereits bewährt. Das Stadtoberhaupt weiter: „Was wir betreiben, ist ein Kraftakt! Ein Bürgermeister kann das alleine nicht schaffen.“ Auch die Organisation der neuen Stadthalle, die im Juli eröffnet wird, ist dieser neuen Stelle angegliedert. Mit einem umfangreichen Programm und hochkarätigen Veranstaltungen werde versucht, die Schwarzachtalhalle in der Region zu etablieren.

Stefan Schmid als zuständiger Sachgebietsleiter ging sodann auf einige Projekte der Vergangenheit ein. So seien im Rahmen des Integrierten Städtebau-Entwicklungskonzepts offene Umsatzpotentiale gesucht worden. „Hierbei sind Defizite in verschiedenen Bereichen wie beispielsweise im Buchhandel zutage getreten“, so Schmid. Deshalb sei die Stadt mit der Aktion „Buchhändler wanted“ aktiv geworden. Mehrere Bewerbungen von Buchhändlern seien eingegangen. „Ein Leerstand konnte dadurch aufgehoben werden“. Das gesamte Entwicklungskonzept sehe primär vor, die Innenstadt und Einzelhändler im Rahmen eines zentralen Versorgungsbereichs zu schützen, erst nachfolgend dann die Außenbereiche. Der städtische Bedienstete dazu: „Das heißt aber nicht, dass wir in den Außenbereichen gar keine Neuansiedlungen wollen.“ Für Schmid sei es vor allem wichtig, ein positives Klima zu schaffen: „Es ist nicht immer leicht, mit etwaigen Vermietern oder Eigentümern zu verhandeln.“ Hinzu kommen Schwierigkeiten und Zeitverzögerungen bei behördlichen Genehmigungsverfahren. Vor allem der Denkmalschutz tauchte in diesem Zusammenhang am Informationsabend mehrmals auf.

Bürgermeister Martin Birner wusste von weiteren Projekten zu berichten. So werde derzeit versucht, mehrere kleine Geschäfte auf einer Fläche zusammenzulegen. „Hier laufen die Planungen, natürlich zentrumsnah. Möglicherweise müssen auch einige alte Gebäude für diese Planungen weichen. Hier finden zahlreiche Gespräche und Verhandlungen statt.“ Hinzu kämen auch Planungen für die Schaffung eines kleinen Marktplatzes, der ja Neunburg bislang fehle. Natürlich würde auch die Renovierung von alten Mietwohnungen eine Rolle spielen. In einem Standortinformations-Prospekt wurden die wichtigsten Daten für potentielle Unternehmer zusammengetragen und die Stärken der Stadt herausgearbeitet. „Es sind aber auch viele kleine Maßnahmen und die Verbesserung der „weichen Standortfaktoren“, die zu einer Verkleinerung der Leerstände beitragen können“, so der Bürgermeister.

Im Anschluss an seine Ausführungen und eine lebhafte Diskussion führte Bürgermeister Martin Birner die Gruppe zu Fuß durch die Stadt und zeigte bereits beendete Projekte sowie geplante Vorhaben auf. Er verdeutlichte den Spagat zwischen dem Erhalt historischer Gebäude und der Schaffung attraktiver zentrumsnaher Einkaufsflächen. Auch bekam die Waldmünchner Abordnung das Innenleben der neuen Schwarzachtalhalle zu Gesicht. Hierbei konnte Rosa Schafbauer als Mitarbeiterin der Freizeit GmbH, die finanziell für die Einrichtung verantwortlich ist, die umfangreichen Anforderungen an Gestaltung und Ausbau einer modernen Veranstaltungshalle demonstrieren. Die Halle soll Mitte Juli ihrer Bestimmung übergeben werden. Am Ende der Führung bedankte sich Jürgen Lampatzer mit einem kleinen Präsent für die vielen Informationen. Bürgermeister Markus Ackermann lud dazu ein, weiter in Kontakt zu bleiben, schließlich gebe es durch die Schwarzach viele Anknüpfungspunkte.

Bürgermeister Martin Birner schildert die Situation in Neunburg

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Besichtigung der Innenstadt mit Martin Birner

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