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Schwestern fordern bessere Bedingungen für die Erziehung

 

 

Staatsministerin Emilia Müller im Theresia-Gerhardinger-Hauses in Neunburg vorm Wald

Bei der Regionalkonferenz der CSU im Juli in der Schwarzachtalhalle wurde den Schwestern des Theresia-Gerhardinger-Hauses in Neunburg vorm Wald ein Besuch zugesagt. Dieses Versprechen löste Staatsministerin Emilia Müller nun ein. Begleitet von Bürgermeister Martin Birner, stv. Ortsvorsitzenden Peter Wunder und Stadträtin Verena Reiml ließ sich die Ministerin vor Ort bei den Erzieherinnen über deren Wünsche und Sorgen informieren. Dabei ging es besonders um die geplante Erneuerung des „Bayerischen Gesetzes zur Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern in Kindergärten, anderen Kindertageseinrichtungen und in der Tagespflege“ (BayKiBiG).

Bei einem Rundgang durch das Haus waren die Gästen von der hohen Qualität und den vielseitigen Angeboten der Kindertagesstätte beeindruckt. Anschließend ging es um die Verbesserungen und Ergänzungen zum BayKiBiG. Dazu zeigten die Leiterinnen der Einrichtung Schwester Barbara und Schwester Rita mit ihrem Team einige Punkte auf, die nicht nur ihr Haus, sondern die Einrichtungen im ganzen Freistaat betreffen. 

Um den Kindern die geforderten Qualitätsstandards zukommen zu lassen, sollten neben der Zeit zur "Arbeit mit den Kindern" zusätzlich Vor- und Nachbereitungszeiten, Zeit zur Weiterbildung der Erzieherinnen, Zeit für individuelle Betreuung insbesondere in der Krippe und vor allem für Elterngespräche, die essentiell für eine gute Zusammenarbeit zwischen dem Elternhaus und der Kindertageseinrichtung sind, verbindlich angerechnet und damit der Stellenschlüssel verbessert werden.

Des Weiteren fordert das Team im Theresia-Gerhardinger-Haus an der gut fundierten und weit gefächerten praxisorientierten pädagogischen Ausbildung der Erzieher/innen an Fachakademien nicht zu rütteln. Die erfahrenen Erzieherinnen wehren sich gegen ein "Sparstudium" mit erheblich reduziertem Praxisanteil, wie es laut Medienberichten angedacht wird. Stattdessen sollte darüber nachgedacht werden, die Löhne für Erzieherinnen, die sich nach einer fünfjährigen Ausbildung zwischen 1000,- und 1400,- Euro bewegen, anzuheben und so die Attraktivität des Berufs zu steigern. Dies würde nach Meinung der Schwestern auch das viel diskutierte Nachwuchsproblem des Berufsstandes lösen. "Wir haben einen hoch qualifizierten Beruf und müssen von dem Image wegkommen, dass die Kindergärtnerin nur "die Tante zum Spielen" ist.

Das brennendste Thema für die Einrichtung in Neunburg vorm Wald ist allerdings der Schülerhort. Dieser wird im Theresia-Gerhardinger-Haus bereits seit 2002 erfolgreich betrieben. Ausstattung und Betreuung lassen nichts zu wünschen übrig. 10 Jahre Erfahrung und eine sehr gute pädagogische Kompetenz sind nicht wegzuwischen. Von Schülern der Grundschule Ledererstraße ist die Einrichtung fußläufig gut erreichbar; täglich fährt von allen anderen Schulen ein Schulbus in die Einrichtung. Ein teurer Umbau der Grund- und Mittelschule in Ganztagesschulen bedeutete das Ende des etablierten Horts und damit eine erhebliche Fehlinvestition des Ordens der Armen Schulschwestern. Die Schwestern bitten deshalb im Sinne der Kinder, aber auch der gesamten finanziellen Belastung letztlich der Steuerzahler, um eine Anerkennung und Einbeziehung des etablierten gut angenommenen Horts. Dafür wollen sich auch Bürgermeister Martin Birner und die örtliche CSU einsetzen.

Staatsministerin Emilia Müller sicherte zu, mit der zuständigen Staatsministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen, Christine Haderthauer entsprechende Gespräche zu führen und insbesondere Resorts übergreifend einzuwirken, da Schulen und Kindertagesstätten in verschiedenen Ministerien betreut werden.

Begrüßung im Foyer durch Schwester Barbara der Leiterin der gesamten Kindertagesstätte

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Staatsministerin Emilia Müller im Fachgespräch über Zwetschen datschi

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Kinder und Betreuerinnen mit Staatsministerin Emilia Müller (Mitte)

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